Interventionen (Herzkatheter)

aus HerzKinderWiki, den Hilfeseiten für Kinder mit angeborenem Herzfehler und ihren Eltern

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Im Rahmen oder im Anschluss an eine diagnostischen Herzkatheteruntersuchung (http://de.wikipedia.org/wiki/Herzkatheter) können heute auch eine Reihe von Behandlungen vorgenommen werden. Diese Maßnahmen heißen Interventionen. Sie können die Herz-Kreislauf-Situation des Patienten bis zu einer nachfolgenden Operation sichern und damit den Operationszeitpunkt in ein höheres Alter verschieben, ein Operationsverfahren ergänzen oder im besten Falle auch eine Operation vermeiden.
Die heute gebräuchlichen Interventionen sind hier aufgeführt:

  • Ablation (http://de.wikipedia.org/wiki/Ablation)en - mit Hilfe spezieller Hochfrequenz-Ablations-Katheter können zusätzliche Erregungsleitungsbahnen (die zu Herzrhythmusstörungen führen) verödet werden
  • Coil (http://de.wikipedia.org/wiki/Coil)-Implantation - Einsetzen von kleinen Metallgebilden (oft Spiralen) zum Verschluss eines Gefäßes oder einer Öffnung
  • Dilatation (http://de.wikipedia.org/wiki/Dilatation) = Aufdehnung einer Herzklappe oder eines Gefäßes mit Hilfe eines kontrastmittelgefüllten Ballon-Katheters
  • Rashkind-Manöver (http://de.wikipedia.org/wiki/Rashkind-Man%C3%B6ver) = Ballonseptostomie - Aufreißen des Vorhofseptums mittels Ballonkatheter (bei cyanotischen Herzfehlern zur Steigerung des Links-Rechts-Shunts auf Vorhofebene und damit Verbesserung der Sauerstoff-Sättigung im Körperkreislauf. Die häufigste Anwendungsindikation ist die Transposition der großen Arterien (http://de.wikipedia.org/wiki/Transposition_der_gro%C3%9Fen_Arterien)und die Lungenvenenfehlmündung (http://de.wikipedia.org/wiki/Lungenvenenfehlm%C3%BCndung)).
  • "Schirmchenverschluss" eines Herzscheidewanddefektes, in der Regel auf Vorhofebene (Atriumseptumdefekt (http://de.wikipedia.org/wiki/Atriumseptumdefekt)). Verwendet werden verschiedene Systeme, die entweder aus einem Doppelschirmchen bestehen oder ein sich selbst zentrierendes System aus Nitinol (Metall). Der Verschluss eines günstig gelegenen Ventrikelseptumdefektes (http://de.wikipedia.org/wiki/Ventrikelseptumdefekt) (auf Kammerebene) ist experimentell heute in spezialisierten Zentren möglich.
  • Stent (http://de.wikipedia.org/wiki/Stent)-Implantation - Einsetzen eines kleinen Röhrchens in ein Blutgefäß. Aufdilatierbare Stents werden verwendet wenn abzusehen ist, dass dadurch eine Operation auf Dauer vermieden werden kann und durch die spätere Dilatation die Engstelle dem Wachstum des Kindes und seiner Gefäße angepasst werden kann.

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